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Clematis
Clematis erecta – Brenn-Waldrebe

Beschreibung:
Dem starken, ausdauernden, walzenförmigen aber mit Knoten versehenen, weißgelben, senkrecht tief in den Boden dringenden Wurzelstocke entspringen mehrere einhalb bis fünfviertel Meter hohe krautige, ziemlich steif aufgerichtete, verästelt, am unteren Teile kahle, oben etwas flaumige, rundlich-eckige, grüne Stengel.

Die dunkelgrünen, oberseitig kahlen, unterseits zerstreut flaumhaarigen Blätter sind fiederschnittig, ihre zugespitzten, ganzrandigen Abschnitte eiförmig, lanzettlich oder auch herzförmig.


Die ziemlich großen sternförmigen, aufrechten Blüten bilden endständige doldentraubige oder rispige, lockere Trugdolden. Der weiße, blumenblattartige Kelch setzt sich aus vier bis fünf abfälligen, in der Knospenlage klappigen, stumpfkeilig länglichen, kahlen nur am Rande flaumhaarig eingefassten, ausgebreiteten Blättern zusammen; die Blumenkrone fehlt; die zahlreichen freien Staubgefäße haben kurze Fäden und zweifächerige, nach auswärts aufspringende, gelbe Kölbchen, die oberständigen, freien, einfächerigen, dem halbkugeligen Fruchtboden aufsitzenden Fruchtknoten von verschiedener Anzahl tragen kurze Griffel mit einfachen Narben. Die Früchte sind nussartig, einfächerig, einsamig, dem Fruchtboden eingefügt, nicht aufspringend, fast kahl, in einem langen, grauweißen, zottigen Haarschopf auslaufend.

Verbreitung:
Diese, in allen ihren Teilen einen brennendscharfen Stoff enthaltende Pflanzen ist durch ganz Süd- und vielfach auch im mittleren Europa sehr verbreitet, vielerorts sogar gemein, namentlich auf Kalkboden an steinigen, buschigen Orten, in Holzschlägen, Hecken usw., wo sie im Juni und Juli blüht.

Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:

Stapf, E. Brenn-Waldrebe. Archiv für die homöopathische Heilkunst, 7(1828), 1, 177-188.

Verwendete Ausgangsstoffe:
Aus den Blättern und Stengeln zu Beginn der Blütezeit gepresster Saft
[Stapf, E. Brenn-Waldrebe. Archiv für die homöopathische Heilkunst, 7(1828), 1, 179.]



Wirkungsdauer:
Wirkt über 5 Wochen
[Bönninghausen, C.v. Systematisch-Alphabetisches Repertorium der
Homöopathischen Arzneien. 1. Theil. Münster 1833, S. XXXIV.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband II.
    Dresden 1893, Tafel 50.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Clematis /
    verfasst von Robert Goldmann. Glees, 2008, S. 5
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.     Dresden 1893, S. 123-124.




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